Archive for the ‘Twitter’ Category

ifttt is in da house

Tuesday, January 10th, 2012

Täglich poppen neue Web Based Services in meiner Timeline auf und verschwinden meist ebenso schnell wieder. Trotzdem bleiben zahlreiche, nützliche Anwendungen zurück, die es sich zu nutzen lohnt, was aber aus Zeitmangel nicht zu schaffen ist. Diese Problematik nehmen sich neuerdings Services wie ifttt an.

Was ist denn ifttt?

ifttt ist angetreten uns das Leben im Web einfacher und effizienter zu gestalten. Ein löblicher Ansatz in Zeiten, in denen sich eh schon jeder darüber beschwert zu wenig “Quality Time” zu haben. Und tatsächlich hat diese “Wenn…Dann”- Bedingung das Potential dazu, einem viel Zeit zu schenken.

Der Service verknüpft die Funktionen verschiedener Website- und Services miteinander. Zum Beispiel können Instagram Photos direkt in die Dropbox Cloud abgespeichert werden. Wer nun jetzt nicht genau weiß, was er damit anfangen könnte, kann sich bei mehreren 100 Rezepten inspirieren lassen.

ifttt Channels 300x179 ifttt is in da house

Praktische Beispiele

Wer kennt das nicht: Schon wieder wird eine Statistik zur mobilen Nutzung von Tablets in China gesucht und man hatte die Stats natürlich auch getweeted, jedoch schon wieder vergessen wann bzw. findet die Stat auch nicht mehr (Kein Wunder bei der Twitter Search). Hier kommt ifttt in Spiel: Über if this then that kann Twitter mit bspw. Delicious verbunden werden. Das Bookmarken von Tweets kann noch Trigger beeinflusst werden, bspw. durch Hashtags wie #Case oder #Stats.

Wer also wissenswerte Tweets nach Tags bookmarken und sortieren möchte, so dass diese auch wieder auffindbar sind, der sollte auf jeden Fall ifttt ausprobieren.

MyRecap: Social Media Week Berlin

Sunday, September 25th, 2011

Von meiner Seite von einer ganzen Woche zu sprechen, wäre vermessen, denn trotz fünfach geplanten Pannel Besuch, schaffte ich es zu genau Einem: der Big Brands in Social Media Session im Base Camp. Um ehrlich zu sein, hat mich eigentlich auch nur diese Eine gereizt, die anderen haben erwartungsgemäß und dem Twitter Stream entsprechend, nicht das gehalten was versprochen wurde. Abgesehen von Gabe Zichermann, welcher einer mit Gamification überzeugen konnte (wurde mir zumindest erzählt).

Big Brands in Social Media

Die Big Brands Session geizte nicht mit interessanten Pannel Teilnehmern, so waren zu gegen: Stefan Keuchel (Google Germany), Malina Wiegand (Tchibo), Jörg Leupold (Häberlein & Maurer), Sachar Kriwoj (E-Plus Gruppe). Moderiert wurde die Session von Björn Sievers (Edelman), welcher diese Aufgabe wirklich gut ausfüllte. Besonders interessant war zu Beginn der Impulsvortrag „Is Facebook failing brands?“ von Mark Roger (MarketSentinel).

Mark geizte nicht mit interessanten Fakten, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte: Die hoch gelobten Facebook Ads bringen es auf eine CTR von 0, 011 – 0,165% im Verglich zu Google Ads mit 0,4 – 0,7% doch relativ mager. Share of Online Ad Revenue liegt bei Facebook bei 4,7% bei Google 38,9%. Fazit: Effiziente Ad Schaltung sind anders aus! Interessant war auch die Statistik bezüglich Künstler Brand Pages auf Facebook, bspw. hat Eminem über 41.000.000 Fans, aber nur 575 (0,001%) Fans kehren wieder zurück und interagieren mit der Brand Page.

Daraus wurde gefolgert, dass Facebook eher als CRM Kanal zu verwenden wäre, also klassisch Kundenanfragen zu beantworten. Ganz nachvollziehen kann ich diese Aussage nicht, denn …

  1. Die Bereitschaft auf einer Künstler Fan Page zu interagieren, ist wesentlich geringer als wenn es darum geht, mit einem Brand zu interagieren (meine Meinung!). Des Weiteren nutzen viele Künstler ihre Facebook Brand Page nur “One Way”, also pushen ihre Werbebotschaften raus. Dies zeigt sich deutlich daran, als dass bspw. Eminem nicht einmal Posting von Fans zu lässt.
  2. Die Trennung zwischen Community Management und CRM ist meines Erachtens veraltet. Auch wenn ich das Buzz Word „Social CRM“ nicht unbedingt immer und überall in den Ring schicken will, ist es zumindest das richtige Vorgehen,s um das Alte mit dem Neuen zu verbinden.

Abgesehen von dem Impulsvortrag konnte das Pannel durch eine kurzweilige Gesprächsrunde unterhalten, welche natürlich nicht ohne die unnötigen Werbepausen der Teilnehmer auskam. Ein paar interessante Facts im Überblick:

  • Google hat über 40 Facebook Pages, 150 Blogs und 50 YouTube Channel am Start (Für mehr oder weniger jedes Produkt eine oder mehrere Plattformen).
  • Tchibo brauchte ca. 2 Jahre um im Social Web durchzustarten. Mittlerweile werden Produlttipps von Bloggern erst genommen und in den Innovationsprozess aufgenommen, bspw. machte eine Bloggerin Tchibo auf den Umstand aufmerksam, dass der neue Schmuckspiegelschrank (!) nur auf einer Seite für längere Ketten nutzbar ist. Mit der Folge, dass dieses Problem beim nächsten Schrank nicht vorkommen wird, sprich Tchibo hört zu und setzt das Gehörte tatsächlich um.
  • Interessanterweise werden auf Tschibo Ideas zwar viele Ideen generiert, jedoch stellt es sich als äußerst schwierig heraus, diese auch zur Marktreife zu führen.

Das war’s dann auch schon. An dieser Stelle geht an dickes Dankeschön an das Base Camp raus: Habe mich sehr wohl gefühlt und komme bestimmt wieder, auch wenn ich nicht vorhabe Base zu nutzen …

Stürmische Zeiten im Social Web

Saturday, July 2nd, 2011

Vom Wind zum Stürmchen bis zum Shit Storm

Großer Wind wurde um Google`s + gemacht, ein Stürmchen löste die von Greenpeace initierte VW Darkstar Kampagne aus und ein wahrer Shit Storm folgte auf die WDR Reportage “der Pakt mit dem Panda“, welche doch die ganze Web Gemeinde an der Glaubwüdrigkeit von WWF zweifeln lässt.

Viel Wind um nichts bei Google + ?

Google neuster Aufschlag in Sachen Social Media hört auf den Namen Google Plus und erhält für den Look gleich mal eine Eins Plus. Auch die Namesgebung der einzelnen Features Circles, Hangouts etc… gibt ebenfalls gleich Bestnoten, doch das war es das schon was mich überzeugen konnte. Die Features stehen in dem von Weiß Räumen geprägten Google Plus so ziemlich losgelöst von allem was Social Media ausmacht: Es fehlt jegliche Verbindung zu anderen Netzwerken. Es hätte so schön sein können, doch erst einmal setzen sechs!

Viel spannender als Google Plus ist die Entwicklung von YouTube. Laut Mashable wird erstmalig die Harry Potter Premiere per Livestream auf YouTube übertragen. Des Weiteren wird auch die Möglichkeit geboten den einen oder anderen Harry Potter Streifen zu streamen. Unter der Prämisse, dass Google aktuell mit HULU über eine Übernahme verhandelt, bin ich wirklich gespannt und ich denke, dass Apple und alle anderen Anbieter diese Entwicklung mit ebenfalls größter Interesse verfolgen.

Stürmchen auf der dunklen Seite von VW

Der wohl großartigste Werbespot der letzten Zeit (oder auch Viral) “The Force” von VW diente als Grundlage für die Greenpeace’s Parodie VW Darkside. Der VW Spot wurde weitergeführt und greift geschickt das Gute und Böse Thema auf. Auf der Plattform VW Darkside konnten sich Interessierte als Jedi Ritter anmelden und gemeinsam gegen die dunkle Macht ankämpfen. Entgegen der ersten Vermutung entstand daraus kein Sturm, sondern ein eher Stürmchen. Nun hat sich Lukas Films eingemischt und das Video wegen Urheberrechtsverletzung vom Netz genommen. Gratulation an Lukas Films. Kann man sich heutzutage noch ungeschickter verhalten, wenn es um Urheberrechtsverletzung im Internet geht? To be continued …

WWF mitten im Scheiße Sturm

Mit WWF und dem Panda verband ich bisher nur eine NGO, die sich in letzter Zeit stark engagiert in den Social Media zeigten. Doch die WDR Reportage “Der Pakt mit dem Panda” belehrte uns eines Anderen. Ich möchte gar nicht lange auf die Vorwürfe eingehen, doch reichten diese zumindest WWF ordentlich unter Druck zu setzen. Nicht von ungefähr kommt der Ausspruch “Wer nicht nackt sein will, darf nicht in die Sauna gehen”, selbiges gilt für das Internet.

Die Kritiker kamen schnell und verlangten nach Aufklärung der Vorwürfe. WWF reagierte mit einem Statement und diskutierte mit den Kritikern auf Facebook, Twitter, Blog und Forum. Doch hat ihnen niemand gesagt, dass es während einer Krise keine Geschäftzeiten gibt? Wer sich um 18:00 zurückzieht, muss sich nicht wundern, dass darüber Kritik geübt wird.

Viel schlimmer dürften jedoch die Folgen für WWF sein. NGOs, welche meistens auf Spenden angewiesen sind und Kooperation mit werbenden Unternehmen anstreben (aber nicht unbedingt sollten…), müssen stets an ihrer Glaubwürdigkeit arbeiten. Und genau diese Glaubwürdigkeit ist WWF auf nicht absehbare Zeit verloren gegangen.

NEXT11 in Berlin – Rückblick

Monday, June 13th, 2011

Die NEXT11 in Berlin ist vorbei und trotz aller Kritik an der Veranstaltung, ich fand`s gelungen. Klar, den einen oder anderen Sponsorenvortrag weniger, dafür die Session etwas länger und die Ressonanz wäre schon besser gewesen. Die Station Berlin empfand ich als doch adequat für eine Veranstaltung dieser Größe und natürlich waren die Wege bis zum nächsten WC etwas länger, doch beugten diese Laufwege den wiederkehrenden Konferenzrückenschmerzen vor.

Aber nun zu den Sessions auf der NEXT11

Die Kollegen AKQA hatten sich die einer oder andere Session gekauft und wussten diese doch unterhaltsam zu nutzen. Unter dem Motto “Working the Zeitgeist” wurden zwar nur die eigenen Cases abgefeuert, aber doch stimmig in die Präsentation eingepflegt. Interessant war die Kampagne zur diesjährigen Champions League Saison für den Auftraggeber Heineken.

Unter der Prämisse,
-> dass 75% der TV Konsumenten Dual Screening @home betreiben, also während des Fernsehens auch im Internet surfen…
-> dass 72% der Champions League Fans die Spiele zu Hause verfolgen…

wurde die Heineken Star Player mobile App entwickelt. Während der Spiele konnten die Fans Tipps abgeben, wann ein Tor fällt etc…Smar idea! mit großem Erfolg. Habe den Case glaube ich dreimal innerhalb von zwei Tagen gehört.

Interessant war auch der Fiat Eco Drive Ansatz. In Kooperation mit Microsoft entwickelte Fiat einen USB Stick, welcher verschiedene Daten des Fahrverhaltens aufzeichnete und via PC in schöne Graphiken verwandelte und somit die Brücke zwischen offline und online schlug. Warum ein USB Stick und keine Smartphone verwendet wurden, kann ich mir nicht erklären, da dieser Ansatz doch wesentlich intelligenter gewesen wäre. Next time…
Interessant an diesen beiden Cases ist, dass deutlich die Game Mechanics erkennbar. Wer noch mehr zu Game Mechanice erfahren möchte, sollte sich diese Präsentation von der Re:Publica11 reinziehen:

Nachdem sich der erste Tag dem Ende zu neigte und die wirklich geniale Session noch auf sich warten ließ, entschloss ich mich den International Track zu besuchen und es war unerwartet großartig. Was die Herren um Dan Rollman (Universal Record Database) …

und Rex Sorgatz (Kinda Sorta Media & Fimoculous) …

zu erzählen hatten, war einfach nur awesome.. Demnächst mehr …

Die MOBILE Zukunft

Saturday, January 15th, 2011

Sehr, sehr umfassende Präsentation über Thema der Stunde “Mobile Tagging” – Was ist machbar. Wie ist es machbar. Abgerundet mit einigen Cases. Prädikat absolut wertvoll!

Grenzenlose Kommunikation mit den Social Media?

Saturday, October 30th, 2010

Hornbach ist nun seit ein paar Wochen mit seiner Werbekampagne “In jeder Hütte steckt ein Heim” am Start. Insgesamt arbeiten drei Agenturen an der Kampagne: Heimat, Achtung! und Crossmedia.

Wie schon bei der “Ron Hammer” Kampagne macht Heimat aus Berlin einen excellenten Job und drehen einen
10minütigen Werbespot, welcher mich mit seinen skurillen und zugleich liebenswerten Charakteren begeistert. Auch wurden fleißig Werbebuchung auf großen und reichweitenstarken Seiten, wie Spiegel oder Bild vorgenommen.
Doch wenn das alles noch so professionell aussieht, bleibt der schale Beigeschmack, dass sowohl die Effektivität als auch die Effizienz zu gunsten der Effekthascherei weichen mussten.

Um kurz zusammen zu fassen, was ich überhaupt meine: Neben einer Microsite wurde logischerweise eine Facebook Brand Page, ein Twitter Account und ein Youtube Channel angelegt.

Doch warum? Die Kampagnenseite kann zwar ca. 240K Unique Visitors (Quelle: Google Adplanner) verzeichnen, stellt aber wenig Mehrwerte zur Verfügung. In meinen Augen wird zwar nicht gekleckert, sondern geklotzt, doch dabei vergessen wie der Hase in den Social Media läuft: Nicht Pushen, sondern der Dialog steht im Vordergrund.
Bei genauerer Betrachtung stellt sich die Erkenntnis ein, dass sich die Kampagne an dem MultiChannel Problem die Zähne ausbeißen wird. Zwar sind echte Profis am Werke, doch die Spiegelung von herkömmlichen Werbekampagnen (auch wenn sie noch so gut sind) in unbekannteres Terrain wie den Social Media bleibt ein großes Problem sowohl für die Agenturen als auch für deren Kunden.

Besonders deutlich wird diese Betrachtung an dem Beispiel von Sixt. Sixt verfügt mit Jung von Matt meines Erachtens über die geilste Werbeagentur überhaupt. Ich kenne keine Marke die so schnell, so kreativ und so verdammt tagesaktuell auf sämtlichen Print und Online Angeboten vertreten ist, wie Sixt. JvM macht einen großartigen Job, doch wie werden diese Kampagnen in den Social Media kommuniziert? Richtig! Gar nicht, oder manchmal so schlecht, dass es gar nicht hätte erwähnt werden dürfen. Einen simples Clipping auf die Facebook Brand Page zu stellen oder auf eine externe Seite zu verlinken, zeugt von wenig Verständnis für das Medium.

Unter dem Strich bleibt, die Großmeister der Agenturen sind und bleiben wahnsinnig gut, doch das mit den Social Media ist noch ausbaufähig…Besonders wenn der Kunde irgendwann fragen sollte, was den die Kampagne gebracht hat außer vielleicht Traffic etc…

Andy will wechseln, so what?

Thursday, May 6th, 2010

Bin heute durch Zufall über den wahnsinnig hässlichen Andy will wechseln Blog von Congstar gestolpert. Aus reiner Neugierde auch gleich die Facebook Page und den Twitter Account vom guten Andy angesteuert. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht, beschloss ich mir heute Abend die Kampagne genauer anzusehen.

Facts, Facts, Facts der Andy will wechseln Kampagne von Congstar

Unter dem Motto ändere dein Leben, deinen Anbieter etc. entwickelte DDB Düsseldorf für Congstar eine integrierte Werbekampagne. Der Andy, der wechseln will, gab Tipps zu den Congstar Tarifen (GÄÄÄÄhn) und Nutzer konnten Andy Tipps zu Style und Typ relevanten Fragen geben. Dabei nahmen die Internetnutzer auch Einfluss auf die Kommunikatio sowohl online als auch offline.

Strategie der Kampagne

Die Kampagne wurde über mehrere Kanäle also sowohl über die klassischen Kanäle wie TV als auch sehr stark über den Social Media Kanal gespielt. Fernsehbuchungen dienten dem Zweck mit großer Reichweite die Kampagne am Start zu pushen und waren zum anderen günstig zu haben. Jedoch war die Strategie meines Erachtens komplett auf Social Media ausgelegt. Denn der Ansatz “Du gibst mir Tipps, ich dir”, zielt auf den direkten Dialog ab und ist schwerlich über TV Spots realisierbar. Mit der Folge, dass die Kampagne stringent über Blog, Facebook und Twitter gezogen wurde.

Umsetzung & Ergebnisse vom guten Andy

Abgesehen davon, dass ich den Look dieser Kampagne absolut furchtbar fand (eben Congstar CI), glaubte ich vor zwei Monaten noch, dass die Kampagne durch die Decke gehen könnte. Alle Kanäle waren sehr aktiv, es wurde Interaktivität in Form des Congstarizer (Total crazy App taucht dein Foto in Congstar CI! Tolle Idee autsch…) und die Nutzer wurden durch diverse Gewinnspiele und Aktionen zum Mitmachen aufgefordert. Die Strategie hat gepasst und vielleicht wurde sogar das Thema Social Media verstanden. Woran es liegt, dass der Blog monatlich 15.000 Visitor (Google AdPlanner), die Facebook Fan Page 326 Likes und Twitter sage und schreibe 82 Follower hat, kann ich final nicht beurteilen, doch würde mich schon interessieren was hier final der Visitor/Like/Follower gekostet hat icon wink Andy will wechseln, so what? Wie die Zahlen schon sagen, (und das ist auch wiederum der altbekannte Vorteil von Online Aktivitäten, du kannst Kampagnen messen!!!!!) die Kampagne ist ein wahnsinniger Misserfolg und ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass Congstar mit DDB noch einmal für solch eine Kampagne zusammen kommt…Naja, interessiert uns ja auch nicht, vielmehr würden mich die Learnings…

Learnings vom erfolglosen wechselnden Andy

Wie schon gesagt der Look war schlecht, mir als Konsument war überhaupt nicht klar, was die von mir wollen…aber das nur aus der Sicht des Konsumenten, vielleicht steckte auch eine brilliante Idee dahiner und I don`t get it…

Was sollte das nächste Mal anders laufen? Die Kampagne war gut vernetzt und verfügte auch über genügend Werbedruck, daran lag es schon einmal nicht. Für meinen Geschmack spielte sich die Musik zu stark und zu konzentriet auf dem Blog ab. Ich hätte das Kernstück auf Facebook gelegt und von dort mehr oder minder geschickt auf die einzelnen Plattformen gestreut, hier ne schnelle Aktion auf Twitter, da nen Bericht über eine coole Offline-Aktion, am Budget wird es wohl nicht gemangelt für zahlreiche Aktionen…wenn schon Dialog und menscheln, dann richtig. In diesem Zusammenhang finde ich die Wahl der Brandpage auch unglücklich. An Stelle von Congstar und DDB hätte die Frage kommen müssen, gehe ich da als Brand rein oder schicke ich einen Typen ins Rennen, der durch Nähe zum Konsument überzeugt. Bei dieser Frage hätten die Köpfe nicht lange qualmen müssen und die Entscheidung wäre auf eine normale Nutzerseite gefallen und nicht auf eine Brandpage. Denn ich bin lieber mit jemanden “befreundet” als ihn nur zu “Liken.”

Werde bei Gelegenheit noch einmal drüber schauen, vielleicht kommt mir noch eine Idee, warum die Kampagne so floppte…

NGO vs. Nestlè oder auch schlau gegen ignorant…

Saturday, March 20th, 2010

Heute ein Workshop für alle NGOs dieser Welt: “WIE pinkel ich einem global agierenden Konzern ans Bein..”

Motto “Lehn dich zurück und warte auf die Fehler der Anderen”

1. Schritt: Produziere einen aufsehenerregenden Viral, welcher die Leute unmissverständlich auf das böse Unternehmen hinweist, aber zugleich auch saumäßig unterhaltsam ist.

2. Schritt: Warte bis der Konzern der Versuchung nicht mehr wiederstehen kann und die große Keule auspackt; sprich die Rechtsabteilung auf den Plan rückt und das Video wegen Markenrechtsverletzung aus den Social Media verbannt…

3. Schritt: Beschwer dich und warte auf den Streisand-Effekt

4. Schritt: Nutze Twitter und Facebook, um deine Messsage zu pushen

5. Schritt: Freue dich darüber, dass das böse Unternehmen nichts von Social Media hält bzw. versteht…

6. Schritt: Freue dich darüber, dass das Unternehmen keinen Blog hat, keine professionelle Moderation seiner Social Media Plattformen betreibt.

Viel Spaß!

Everybody wants to be so FUCKING mobile

Saturday, March 6th, 2010

Das Mobile der heiße Scheiss ist, ist nichts Neues! Doch das es so wahnsinnig schnell und vor allem so klamm heimlich gehen würde, hätte ich nicht gedacht. Kaum ein Tag vergeht, dass in meinem Googlereader nicht irgendwas Spektakuläres über Foursquare, Google Mobile Ads oder Brightkite auftaucht. Bei der ganzen Aufregung fällt mir auch immer wieder auf, dass Twitter vergeblich versucht dem Location based Ansatz an seine Nutzer ranzukarren. Es aber einfach nicht so richtig schafft.

Das liegt zum einen daran, dass Twitter seinen Stream zwar permanent weiterentwickelt, dabei aber vergisst Mehrwerte für die Nutzer zu schaffen. Vielmehr scheinen monetäre Gründe zu überwiegen. Was natürlich Ziel eines jeden Unternehmens ist, doch müssen Assets geschaffen werden, welche die Nutzer begeistern, unterhalten und für sie relevant sind. Und um ehrlich zu sein, mich langweilt Twitter so langsam gewaltig. Keine Neuerungen und keine Möglichkeit der Einbindung von Inhalten außer über Links.

Natürlich versorgt Twitter mich mit einer ungeheuren Datenmenge und ich habe viele Follower (oder auch nicht), doch den zweiten Schritt in Evolutionsreihe hat Twitter schlichtweg verschlafen.

Facebook hat den Nachrichten Stream mit jedem neuen Release mehr in den Vordergrund gestellt und avanciert zum weltweit größten Nachtrichten Aggregator im Internet, selbst die Freunde von Google News müssen sich da hinten anstellen. Zudem spricht Facebook mehr das Individuum an, als Twitter. Sprich der Wettbewerbsvorteil den Twitter noch gegenüber Facebook hatte, ist dahin.

2010 – Everybody wants to be so fucking mobile.

Tatsache, Foursquare, Brightkite und WIkitude finde ich auch recht heiß, aber trotzdem stecken diese Entwicklungen noch in den Kinderschuhen, da einfach nicht genügend Nutzer dafür vorhanden sind. Vielleicht liegt darin die Chance für Twitter noch mit einer sportlichen Technologie um die Ecke zu kommen. Wenn nicht kann Twitter die Koffer packen und noch ein paar Millionen mit Werbung und Search verdienen, und tweeten, tweeten, tweeten……


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