Amen: Zwischen Euphorie und maßloser Enttäuschung

Letzte Woche war es wieder so weit. Im Samstäglichen Shopping Überschwang landete die neue Business Punk im meinem Einkaufskorb. Und spätestens als das Mag auf dem Einkaufsband lag und mich für den Kauf (zumindest vor mir selbst) rechtfertigen musste, stieg die Schamesröte in mir auf. Zwar ist die Business Punk inhaltlich nicht unbedingt schlechter als die erst kürzlich erschiene deutsche Wired, jedoch schafft sie es nicht sich wie diese zu verkaufen. Kein Wunder bei dem Namen und dem Claim “Work Hard. Play Hard.”.

BP 03 CoverRGB 218x282 Amen: Zwischen Euphorie und maßloser Enttäuschung

Namen hui, Inhalt mau

Wie gesagt inhaltlich ist das Magazin ganz okay, zumal diesmal “Amen – das heißest Start-Up Europas” vorgestellt wurde. Bei Amen verhält es sich im Vergleich zu Business Punk gerade umgekehrt. Inhaltlich ist Amen eher mau, dabei verkaufen sich die Gründer umso besser. Kaum ein Start-Up hat in den letzten Monaten so viel Wind erzeugt wie Amen, beließ es dabei aber bei heißer Luft …

Amen erfüllt die Erwartungen nicht

Viel Inszenierung, viel Promi-Bla-Bla, aber was bleibt? Menschen lieben Listen, mag sein. Tatsächlich war auch ich Anfangs ganz Ohr und wollte teilhaben, doch habe ich mich nicht öfter als 3-4 Mal eingelogged, warum auch? Es wurde für mich kein Anreiz gesetzt wiederzukommen. Keine Punkte, keine Mehrwerte, keine Game Mechanics (sorry, musste ja kommen:-) ). Amen hat schnell ein Produkt auf den Markt geworfen, welches nicht ausgereift genug war, um die anfängliche Euphorie zu nutzen und abzuheben. Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll gewesen, noch den einen oder anderen Gedanken an die Strategie und die Zukunft zu verschwenden.

Amen Startbildschirm Amen: Zwischen Euphorie und maßloser Enttäuschung

Gespannt was die Zukunft bringt

Bestimmt wissen die brillianten Köpfe hinter Amen schon mehr, aber aktuell wurde / wird viel Potential verschenkt. Somit lässt sich die Aussage auch durchaus erklären, dass die Amen Gründer die Community langsam wachsen lassen möchten. Und mit was soll Geld verdient werden? Anscheinend mit Werbung?! Oh, ja? Also, wir haben Listen und blenden Listenbasierende Werbung ein? Der nächste Schritt zu Contextbasierter Werbung?

Und was bleibt …

… Was bleibt, ist ein unsäglicher Name für ein Magazin mit einem ebenson unsäglichen Slogan. Das wird sich nicht mehr korrigieren lassen und Business Punk wird wohl oder übel den Tod der vielen anderen Magazine sterben. Hingegen wird Amen sich weiterhin verdammt gut verkaufen, aber bleibt (zumindest in meinen Augen) verdammt viel schuldig und lässt mich vorerst enttäuscht zurück.

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