PEPSI begeistert mit MNT DEW
Bitte was ist PEPSI`s MNT DEW? Zu Pepsi müssen wohl nicht mehr viele Worte verloren werden, doch zu MNT DEW, oder auch Mountain DEW genannt. MNT DEW ist der jüngste Spross in der Pepsi Familie und soll die Massen als leckeres Soda begeistern. Das Interessante an diesem Soda ist weder die Farbe, die Verpackung noch der Geschmack (,wird wohl irgendwie süß schmecken…), sondern die Entstehung dieses Produktes. Denn Pepsi investierte 20 Millionen $ lieber in die DEWmocracy Kampagne anstatt in die Werbepause des Superbowls.
DEWmocracy extrem erfolgreich
Die Kampagne startete 2007 und 470000 Konsumenten stimmten auf DEWmocracy darüber ab, welchen Geschmack, welche Farbe und welche Verpackung ihr neues Lieblingerfrischerungsgetränk haben soll. Um ehrlich zu sein ist dies keine wirklich neue Idee. Ich erinnere mich, dass vor ein paar Jahren bereits amerikanische Chips- und Bierhersteller diesen Ansatz, also Social Media=Marketing + Innovation, erfolgreich umgesetzt haben. Doch ist bei dieser Kampagne besonders interessant, dass, nach Aussagen des Konzerns, jede Abstimmungsebene einer Innovationsstufe des firmeninternen Innovationsmanagement entspreche. Zusammengefasst bedeutet dies, dass der früher streng geheime Innovationsprozess nun nicht nur öffentlich gemacht wird, sondern auch jeder der will daran partizipieren darf.
Future of Social Media: Marketing+Innovation
Pepsi wird dabei nicht müde zu betonen, dass es die Kollaboration mit dem Nutzer im Vordergrund stand und nicht die postiven Marketingeffekte für die Marke und den Konzern. Denn wer tatsächlich an der Abstimmung teilgenommen hat, wird sicherlich seinen Freunden darüber erzählt haben und wird bestimmt, wenn auch nur einmalig, diese süßliche Getränk probieren.
Ist das nun die Zukunft von Social Media? Innovationen mit Hilfe von Konsumenten zu generieren und auf die positiven Abstrahlungseffekte für die Marke zu hoffen? Funktionstüchtig ist diese Maschinerie bereits, doch wird die Anreizschwelle seitens des Konsuments bestimmt steigen.
Im Klartext: Momentan ist das noch neu und der Nutzer unterstützt gerne den Milliarden schweren Konzern dabei, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, da er als Heavy-User den Brand ganz klasse findet oder einfach Teil des Social Medias sein möchte. Aber nach dem zweiten, dritten Mal steigen auch die Opportunitätskosten des Konsumentens, also die Schwelle zu der er bereit ist, an dem ganzen Zirkus teilzunehmen. Das Unternehmen muss mehr Anreize schaffen, wie Free MP3s, damit der Nutzer mitmacht. Folglich steigen auch wieder die Kosten für die Kampagne. Schwups, werden aus den 20 Millionen 40 usw…
Trotz steigender zukünftigen Kosten sind mittlerweile die Big Player der Wirtschaft und deren Agenturen auf einem guten Weg den Konsumenten in ihren Marketingplan sinnvoll einzubinden. Weg von der Push-, hinzu der Pull-Kommunikation. Gratulation!














